Populistischer Schwachsinn

Oh mein Gott – wieder mal was Neuse in Sachen paranoider Überwachungsstaat: Nackt-Scanner. Diese Durchleuchtung soll am Flughafen die Abtastung durch Personal ersetzen und kann wohl auch gut Plastiksprengstoff und Keramikmesser aufzeigen. Außerdem ist das Ganze wohl auch nicht gesundheitsschädlich für den Passagier. So weit, so gut.

Was ich nicht verstehe ist die ganze Aufregung darum. Die Leute empören sich richtig, gehen auf die Barrikaden – „Nackt-Scanner???? Nicht mit mir!“ Und die Sprecherin unseres rollenden Sicherheitsvakuums sagt: „Ich kann Ihnen in aller Klarheit sagen, dass wir diesen Unfug nicht mitmachen.

Das ist der Punkt, an dem mir der Hut hochgeht. Diesen Unfug macht Ihr also nicht mit? Aber „Bundestrojaner“, biometrische Daten, Vorratsdatenspeicherung, Videoüberwachung, Fingerabdruckscannerei…. das ist ok? What the f…? Merkt einer von Euch da draußen noch, dass das eine populistische Finte ist? Man verneint eine (vermeitlich) schlimme Sache, um so zu zeigen wie freiheitlich man doch ist, während der Überwachungsstaat hintenrum weiter ausgebaut wird. Das gibt es als politische Spielweise immer wieder. Und alle scheinen es zu schlucken. Dabei ist es mir komplett egal, ob einer am Rechner kurz meinen Piepmatz sieht, aber ich habe kein gutes Gefühl wenn der Staat alle meine Telefonate überwacht. Versteht das einer von Euch da draußen? Ihr regt Euch über Nackscanner auf, seit aber bereit all Eure Privatheit für eventuelle Terrorgefahr zu opfern. Herr, schmeiß Hirn vom Himmel und öffnen Deinen treudummen Schäfchen mal die Augen. Ob die Dich abgrabschen, oder mal kurz scannen ist doch letztenendes egal. Aber ob der Staat – und bei dem doch recht häufig vorkommenden Daten“verlust“ vielleicht auch irgendwelche anderen Organisationen/Firmen – ein Bewegungsprofil von Dir erstellen kann, Deine Fingerabdrücke hat – weil wir alle ja potentielle Terroristen sind – Deine Telefonate abhört, Deine email checkt – das ist Verlust von Privatheit! Aber da gehen Schäfchen seelenruhig mit. Nur wehe man schaut Ihnen mal kurz unters Fell. Was für ein Schwachsinn…

Ein guter Gedanke in all der Aufregung geht hingegen von diesem Artikel aus, der Nacktbilder von allen fordert.Denn bei Muslimen und dunkelhäutigen „Subjekten“ ist es heute schon üblich, dass sich jeder ausziehen muss – und zwar in Realita und nicht virtuell. Das habe ich in Washington live erlebt: Ich musste noch nicht mal alle Fingerabdrücke abgeben, während „verdächtig aussehende“ aussortiert wurden und hinter Türen verschwanden. Hm….. da schäme ich mich jetzt schon ein wenig für uns Western-Leute. Dann lieber virtuelle Nacktbilder von allen, als einzelne (besser ganze Bevölkerungsgruppen) sich ausziehen lassen.

Übrigens: der Terminus „Unfug“ unseres Innenministeriums zum Nackt-Scan ist auch sehr fraglich. Warum? Unfug beschreibt entweder Unsinn oder groben Unfug im Sinne der Belästigung der Allgemeinheit. Wenn aber Unsinn gemeint war – also fehlender Sinn – dann wird das Ziel selbst (und das ist Terroraufklärung) in Frage gestellt, denn Fakt ist, dass diese Scans funktionieren und somit Ihren Sinn durchaus erfüllen. Ist also diese ganze Terrorbekämpfung Unsinn? Tja, freudscher Versprecher würde ich sagen. Oder ist es als Belästigung der Allgemeinheit zu verstehen – also wie auf die Straße kacken. Das ist eine Ordnungswidrigkeit und wird bestraft. Dann stellt sich aber die Frage, was nicht noch alles ne Belästigung der Allgemeinheit ist. Z.B. Polizeikontrollen? Oder auch Passkontrollen….? Also ich finde das immer lästig. Und warum sollte das Abtasten weniger Belästigung sein als das Scannen? Hmmmmm…. ach Herr, wenn Du Hirn vom Himmel schmeißt, dann ziel doch bitte gut aufs Innenministerium…. die brauchens… 😉

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Neue Songs

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Es gibt wieder ein paar neue Songs bei Tonvibration (allerdings kein Update, Links nur hier):

Cats in the cradle“ ist ganz frisch – von gestern!
….eine noisige Ambientvariation. Ich liebe ja derzeit die Click-Sampling-CD……

Summer“ …….
…ist am Anfang auch schön noisig. Dann kommt aber auch noch ne Raveline, gezerrt durch den DBlueGlitch, und das Ganze wird auch noch tanzbar. Ist ein Spontanrecording….mit der Mouse geklickt

LoveTONVIB“ ………
…ein Remix, den ich für Eschler & Babsi gemacht habe (suitcase). Im Gegensatz zu den anderen Songs gab es hier also ein „echtes“ Arrangement – keine Liverecording.

Grinding“ ……….
Ne Session mit Reason und Live an meinem Lemur.

Enjoy
& drop a line 😉

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Washington DC

So …. nun bin ich also in Washingtomn gelandet. Zum ersten mal Amerika. Nett. Echt. Klar, ein wenig kitschig….. bei der Einreisekontrolle lauft ein Film und Musik die in die Deutschland nie durchgehen wuerde… (und die Tastaturen haben keine Umlaute, wie ich gerade merke). Das Hotel ist auch nett. …. und ansonsten ist es heiss und schwuel. Fast wie in Thailand. Mal gespannt was noch so kommt.

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70200 samples und eine GEMA

„Reason number 3,174 why I love Germany: it’s the one nation that has both arcane governmental procedures and the avant-garde musicians to turn them into protest art“…. na das ist doch mal n schöner Grund geliebt zu werden. Und so zutreffend.

Eintrag auf meinem derzeitigen Lieblingsblog: create digital music – Ein deutscher Aktionskünstler foppt die GEMA mit 70200 Anträgen auf verwendete Samples in einem 30 Sekunden Lied…. Und protestiert so gegen die momentane Rechtslage bei der Verwendung von Samples. Was ich auch nicht wusste – selbst kleinste Klangfragmente sind geschützt! ….total absurd. (Vielleicht sollt ich einfach mal ne Sinuswelle machen und die auf mich registrieren lassen oder was????)

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yummi,yummi – there´s a party in my tummy

Tja… über was man so alles stolpert beim stöbern in youtube.
Zum Beispiel dieser nette grün gestreifte plauschige Zottelbär der zum fetten Housebeat über ne Party in seinem Magen singt: Gabba Gabba Party dabei erfahren wir auch noch, warum Karotten und Bohnen auch gegessen werden sollen…- weird! Aber endgeil.
Der selbe Typ hat auch mit Elijah Wood getanzt… nett!

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Guuude Laune Leude!

Hiiiiiieeeäääh! Ned blöd komme! Guude Laune hab ich gesagt!

Ach ja – die Feiere von Sven Väth is schon echt geil. Lustig ist auch das SvenPanel auf dem man die Sprüche vom „Väthchen ausm Öhmchen“ nochmal anhören kann und mit nem Beat unterlegen kann – echt lustig!

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Update bei Tonvibration

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Nach knapp 2 Jahren war es ja längst mal überfällig…. Also habe ich ein Update bei Tonvibration gemacht.
Es gibt ne Menge neuer Lieder (die dem engeren Kreis aber schon bekannt sein dürften, schließlich habe ich die letzten Jahre ja nicht auf dem Mond gelebt), und in der Live-section sind jetzt auch einige Jams mit den Beatboxern zum download, sowie die Interviews mit Proton303.

Als besondere Empfehlung des Chefkochs serviere ich Organic Dynamic (mp3 / 7,9MB) oder nen kleinen Birdy (mp3 / 4,4MB). Beides sehr strukturalistisch und eher noisig.

Wer auf Ambient steht, dem sei der 2. Teil der September-session mit den Beatboxern empfohlen (mp3 / 51MB (!)….ca 30 Minuten), oder Ambi-end (mp3 / 11MB).

Ein eher funkiger tune ist Killa (mp3 / 7,1MB).

Aber das ist bei weitem noch nicht Alles – mal vorbeisurfen lohnt also!

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Clash Of The Titans – Klangkörper All Stars vs. Beatboxer

Im Hochschulradio Aachen gibt es heute ein Konzert. Ich bin zwar diesmal nicht dabei, aber meine Empfehlung hat das Konzert! Thorsten hat auch bei der letzten Beatboxerjam mitgemacht und nimmt unter anderem mit Piezo-abnehmern den Klang von verschiedenen Gegenständen ab, auf denen er trommelt…. wired. ….wird bestimmt spannend.
Also – tune in – so ab 21Uhr.

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„Kost´s Benzin auch 3 Mark 10“

Tja, diese Zeile des NDW Liedes „Ich will Spass“ vom Markus ist nun Wirklichkeit.
Dabei kann ich mich noch genau erinnern wie utopisch krotesk dieser Preis schien…obwohl ich damals noch kein Auto fuhr. Außerdem kann ich mich erinnern, dass einige Radiosender genau deswegen das Lied nicht spielten! (Genauso wie einige Sender das Lied „Die perfekte Welle“ von Juli nach dem Tsunami 2005 nicht mehr spielen wollten) Nunja – 25 Jahre sind ne lange Zeit. Als Radiochef müsste man das Lied nun eigentlich von morgens bis Abends dudeln. Und schließlich geht es der Text ja auch wie folgt weiter:

„Kost´s Benzin auch 3 Mark 10
Scheiß egal!
Es wird schon geh´n!
Ich will fahr´n.
Ich will fahr´n,
ich will fahr´n!“

Genau! Das nenne ich gesunden Optimismus!

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Antz… eine Oase

Mein Ministaat hat eine schwere Krise hinter sich…
Ein paar Tage nach meinem letzten Beitrag hatte ich genug von der Königin im Glashaus. Und weitere Arbeiterinnen lagen tod rum. Also – Schluss mit lustig. Queen Amanirenas, die immernoch in ihrem Transport-Reaganzglas in der Arena wohnt, zieht jetzt um. Sämtliche Eier waren eh schon drüben….
Arena auf. Reagenzglas – schüttel,schüttel. Königin – plumbst in die Arena….
Große Aufregung!
Arbeiter kommen und begleiten die Königin über den Verbindungsschlauch in die Farm – diesem mit Sand gefüllten Bilderrahmen…..aber dann:
Kein Umzug unter die Erde in die schönen bereits vorgegrabenen Gänge und Kammern. Nö.
Wahrscheinlich war der königliche Hintern zu fett, um in das Loch zu kommen.
Das Loch wird zwar beguckt, aber in die Gänge habe ich die Königin nie gehen sehen.
Stattdessen macht man sichs am oberen Rand bequem… also – oberirdisch.
Weil das nun abermal viel zu hell ist, sind die Arbeiter fortan beschäftig mit kleinen Sandkörnern die Plexglasscheiben zu zubauen. OK – auch ne Möglichkeit… aber schlimmer noch:
Zu jener Zeit begab es sich auch, dass einige Ameisen sich das Leben nahmen!
Am Anfang dachte ich noch es wäre Zufall:“oh, da liegt ne Ameise in dem Wassertropfen, den ich immer an den Rand des Futternapfes mache…“ „wie blöd kann man sein….“ aber nachdem ich den Leichnam entsorgt und den Futternapf neu befüllt hatte, dauerte es nicht einen Tag bis die nächste Arbeiterin den Freitod wählte. Diesmal in der Honigtaulösung. Dem mitgeliefertem Hauptfutter….. „Naja – todgefressen.“ Und was soll ich Euch sagen – das ging immer so weiter! schließlich waren im Staat nur noch 5 übrig.
Düster.
Aber dann hat er sich gefangen und es gibt neuen Nachwuchs (der ist in den ersten Stunden immer noch ganz hell und durchsichtig…) und auch in die Arena gehen sie immer öfter. Dabei scheinen sie einen ausgang zu suchen. zumindest gehen sie gerne an dem Rand zum Deckel lang, wo ein kleiner, schmaler Ritz entsteht, der gerade mal für die Fühler langt, die natürlich neugierig suchend hineingestreckt werden. Aber raus gehts nicht.
Hm, aber wenn Ihr schon nicht raus dürft….. dann kann ich ja mal probieren euch was reinzubringen.
Was spannendes. Zum entdecken. Vielleicht ein bisschen Biodiversität in diese sterile Umgebung. Wollen wir dochmal sehen, wie sich so ein Laborvolk dabei schlägt. Ein wenig Moss oder so… nicht viel.. nur ein kleiner Zoo für mein neurotisches Stadtvolk.
Also raus auf die Dachterrasse und nach Moos Aussschau halten. Und dabei fällt mir doch ein kleiner Plastikbecher in den Blick, in dem mal Queen Latifa gewohnt hat. Die ist aber bestimmt schon ausgezogen…und oben ist so schön Moos drauf. In der Küche habe ich die unteren 4 cm Erde, des nun umgestülpten Plastikbechers abgetrennt – damit es nicht zu hoch für die Arena wird… und dabei entdeckt, das Queen Latifah durchaus noch da wohnt. Sie war aber alleine. Keinen anderen Ameisen, oder sonst größere Insekten… ok… Schicksal…… Clash of cultures!
Also schnell ein wenig Erde auf den Eingang zu Latifahs Flat, geschaut, dass die Eier nicht im abgeschnittenen Teil der Erde sind, um dann einen Zoo, nein, …. eine komplett andere Miniwelt… in die rechte Ecke der Arena gepflanzt.
Hui. Da ist jetzt aber was los. Sofort sind 5 Arbeiterinnen im Außeneinsatz. Rennen mit wippenden Fühler über das Moos und betasten es überall. Na die kriegen bestimmt keine depressionen mehr. Und nach 10 Minuten hatte die eine bereits ihren ersten Springschwanz gefangen (so kleine Insekten die in der Erde an dem Moos leben). Mit Queen Latifah gab es bisher keine Begegnung… aber da können wir ja mal gespannt sein…… auf den „clashofnations“….

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