Darfs ein bisschen mehr sein?

Tja, auch wenn das so langsam ein reiner Musik-blog wird, muss ich heute – nach 2 Monaten Pause – nochmal von Controllern bloggen.
Die Umsetzung des Joypad to Midi hat richtig Spass gemacht, funktioniert gut und bei google bin ich weit oben in der Trefferliste, wenn man „Joypad to Midi“ eingibt. Alles Bestens.

Nur mein Problem der beleuchteten Pads habe ich immernoch nicht gelöst. Der padKONTROL scheidet ja definitiv aus – ist was für Fingerdrummer und ansonsten wie ne Blondine: hübsch aber blöd („alles nur Vorurteile!“).

Der Monome ist hingegen beides: Hübsch und klug. Noch dazu ne symphatische Firma. Und im Moment gibt es noch welche. Der Preis von 1400 Dollar schreckt ab, aber daran muss man sich halt gewöhnen. Das Ding ist vollkommen frei konfigurierbar. Toll. Auf der anderen Seite ist es eben doch nur eine 16×16 Matrix.

monome.jpg

Das Tenori-on ist auch nur ne 16×16 Matrix. Sieht aber – finde ich – noch hübscher aus (durchsichtig auf der anderen Seite) und ist more handy. Kostet 599 Pfund (also fast genauso viel wie das Monome). Ist nur leider offiziell nur für Engländer zu haben. Aufm „Schwarzmarkt“ aber auch hier! Ebenfalls n tolles Ding. Sehr durchdachtes Konzept. Aber eben null konfigurierbar. Versteht sich eher als Instrument (mit Presets und kleiner Samplefunktion). Spricht aber nur n ganz krudes Midi. Kann man als Controller also eigentlich vergessen.

tenori.JPG

Und dann gibts noch ihn. Den kleinen Affen. Das Ende der Fahnenstange: Ein multitouchfähiger 12″ screen! Ne 16×16 Matrix kann der natürlich auch. Frei konfigurierbar bis zum Geht nicht mehr. Programmierbar wie das Monome. Zusammenstellung eigener Controller und Farben…. und, und, und. Hat echt was von Enterprise.
Nur ein Problem: 2290 Euro! Das doppelte der anderen beiden. Dafür frei! Nicht nur ne 16×16 matrix, sondern fast alles was Du willst. Fader und Drehregler kein Problem. Ne Tastatur? Bitte. manomanoman. Ich empfehle folgendes Video für n Sequenzer – dat schlägt Monome und Tenori on um Längen. (Ein anderer Sequenzer und ein Russe zeigt was sonst noch so in dem Ding steckt)

lemur.jpg

Bleibt die Frage, wer 2290 Euro für nen Controller ausgibt?
Vielleicht ein Hobbymusiker, der das seit 20 Jahren betreibt, Controlfreak ist, Ergonomie studiert hat, (deswegen) schon immer seinen eigenen Controller bauen wollte (aber ohne Lötkolben) und manchmal ein bisserl zuviel Geld hat, weil er zuwenig Urlaub macht und auch ne Freundin/Familie zum Geldausgeben fehlt…
Könnt passen. Aber irgendwie schockt mich der Preis halt schon….

Und es gibt auch preisgünstigere Alternativen. Z.B. Monotouch live. Das ist nix anderes als ein (ganz schön unverschämter) Softwareklau vom Lemur, der auf jedem herkömmlichen Touchscreen (ca 300 Euro) läuft, wenn auch nur mit einem Finger gleichzeitig bedienbar („monotouch“ halt), was an der Hardware liegt. Sieht auch ganz gut aus! Ist aber derzeit noch nicht konfigurierbar, sondern hat eine feste Oberfläche. Trotzdem – Preis-Leistungsmäßig ein ziemlicher Hammer….

Mit einem Freund habe ich die Tage am Telefon überlegt, dass es eigentlich auch möglich sein sollte mit Synthedit seine eigene Oberfläche zu entwerfen – einfach den Klangerzeugerteil weglassen und nur die Controller abgreifen. Dann könnte man sich auch n Stepsequenzer bauen… den das Monotouch noch nicht hat… und alles frei konfigurieren. Klingt super! Ist nur leider wieder ein bisserl Arbeit – ok, kann ja auch Spaß machen, aber ich frage mich wirklich, warum da nicht z.B. schon ne Softwarefirma drauf gekommen ist und so ein „Bau Dir Dein Touchscreen Controller Set“ für z.B. 200 Euro anbietet??? Weils keiner kaufen würde??? tzzzz, …. ich würds tun. (Wenn einer so eine Baukastensoftware kennt, dann bitte melden!) Aber was solls, dann bau ichs mir halt selbst…. (wenigstens brauch ich keinen Lötkolben mehr) 😉

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Ein Kommentar zu Darfs ein bisschen mehr sein?

  1. Tom sagt:

    Erste Erfolge zu verzeichnen:
    Ich habe es geschafft mit MonoTouchLive (Link siehe Artikel) auf meinem Notebook und einer Midi over WLAN Verbindung Ableton Live auf meinem Desktop fernzusteuern 🙂
    Auf beiden Rechnern muss dazu MidiYoke (http://www.midiox.com/myoke.htm) und EthernetMIDI (http://www.linuxsampler.org/ethernetmidi/) laufen.
    Habe mir dann direkt bei eBay nen Tablet PC ersteigert 🙂

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